Sensoren

Sensoren im Hive – Immer alles im Blick!

Das Bienenvolk

Imker*innen müssen wissen, was im Bienenvolk los ist. Wie es ihren Bienen geht, ob Drohnen aufgezogen werden oder eine neue Königin, ob im Winter noch genügend Futter da ist. Dazu öffnen sie üblicherweise den Bienenstock und schauen nach. Das ist stressig für die Bienen, die hart arbeiten, die Bedingungen im Stockinneren zu regulieren.

Die Sensoren

Eine alternative Möglichkeit an Informationen aus dem Stockinneren zu kommen, bieten Sensoren, wie z.B. Waagen, Temperaturfühler oder Kameras. In der Makerszene und auch in Wissenschaftsprojekten findet man immer mehr Beispiele, die diese und noch weitere Sensoren einsetzen. Denn das Verhalten des Superorganismus Bienenvolk ist komplex und wird durch viele Faktoren beeinflusst. Das Wetter oder die Feuchte im Stock wirken sich ebenso aus wie die Größe des Volkes und Standort der Bienenwohnung.

Wir bauen auf den bestehenden Ansätzen auf. Denn wir sind überzeugt davon, dass sich sehr viele Informationen über die Gesundheit der Bienen sichtbar machen lassen, wenn man die verschiedenen Datenkanäle kombiniert und sie im Zusammenhang, in Abhängigkeit von einander betrachtet. Eine einzelne Temperaturkurve ist wertvoll, aber für sich genommen nicht übermäßig aussagekräftig. Wir machen aus vielen abstrakten Messwerten ein greifbares Gesamtbild. Bereiten sich die Bienen auf das Schwärmen vor? Wie hoch muss die Ameisensäuredosis sein, um heute bei genau diesem Volk optimal zu wirken?

Wir verbauen gängige Sensoren und die üblichen Verdächtigen aus dem Bereich Minicomputer (Arduinos, Raspberry Pies), so dass es leicht ist, das System einfach nachzubauen. Der Trick an der Sache ist unsere Auswertesoftware, die wir gerade entwickeln. Sie wird die Infos über die Bienen auf ein Smartphone schicken. So sind die Imker*innen frühzeitig bestens im Bilde uns können mit den passenden imkerlichen Maßnahmen die Völker optimal pflegen.

Fortschritte

Wo kannst du das ganze downloaden? Das werden wir hier posten, sobald es soweit ist! Im Moment sind wir fleißig am entwickeln. Wir haben 10 Beuten verschiedenster Bauform besorgt und mit Sensorik ausgestattet. Ende Mai/Anfang Juni 2016 haben wir erfolgreich 10 Kunstschwärme in die Sensorbeuten einlogiert und beobachten seitdem gespannt deren Entwicklung. Die wertvollen Daten dürfen wir auf einem Server der Uni Bremen speichern, dort wurden extra für uns 32TB Platz freigeschaufelt.

Du willst mitmachen? Aber gerne! Wir werden hier Schritt für Schritt die komplette Bauanleitung für deine eigene Hiverizebeute teilen. Wir freuen uns auf deine Adaption! Der Code zum Auslesen der Messdaten ist Open Source und kann aus unserem git geclont werden. Wenn du daran mitarbeiten möchtest, schick uns einfach einen pull-request.

Zu den Bauanleitungen: